66 Veränderung und Umfeld

Hinweis: Dieser Beitrag ist Teil einer Serie, in der ich ein 90-Tage-Programm (“WakeUp Productive”) zur Steigerung meiner persönlichen Produktivität durchlaufe. Einen Überblick über das Programm und wie alles begann, finden Sie hier: Eigene Produktivität verdoppeln?

Die Macht der Umgebung

Die Rückkehr in den Alltag geht mal wieder schneller als erwartet. Da merkt man wieder, wie stark auch die Umgebung da eine Rolle spielt. Viele Verhaltensmuster sind ganz einfach an Dinge in unserer gewohnten Umgebung geknüpft und sobald man diese betritt, geht’s gleich wieder los.

Das ist auch einer der Gründe, warum wir uns leichter damit tun, etwas an unserem Verhalten zu ändern, wenn wir auf ein Seminar gehen, das an einem anderen Ort stattfindet und auch ein paar Tage dauert. Sie kennen das Phänomen vielleicht von Kuren. Da schickt uns der Arzt auf Kosten der Krankenkasse weg und dort ist alles anders, also einfach anders. Mit den Leuten vor Ort und ein paar anderen Regeln, ist es relativ einfach sich anzupassen und dabei ganz neues Verhalten anzunehmen.

Transferprobleme

Wenn wir dann wieder zurück in die “alte” Umgebung kommen, packen uns schnell wieder alte Verhaltensmuster. Die Vorsätze verblassen schnell vor dem Hintergrund des sog. Alltags. Das Problem ist bekannt und meines Wissens einer der größten Nachteile solcher Kuren.
Bei einem guten und kompetent gehaltenen Training oder Seminar wird der Trainer immer darauf achten, dass er die Teilnehmer dabei unterstützt, die Veränderungen mitzunehmen und übertragbar zu machen. Im NLP heisst das Konzept Future Pace. 
Etwas zu ändern ist manchmal recht einfach. Die Veränderung fest zu verankern und in den Alltag zu transferieren bzw. diesen zu transformieren, ist dagegen eine hohe Kunst.

Umgebung nutzen

Andererseits spricht das Ganze dafür, die Macht der Umgebung für uns zu nutzen. Wenn wir in unserem gewohnten Umfeld etwas verändern, haben wir die Macht der Umgebung auf unserer Seite. Einmal etabliert, spielt der Effekt uns in die Hände.

Es lohnt sich auch kleine Änderungen erst einmal in Ruhe zu etablieren. Ich denke, Tony Schwartz rät in seinem Buch zu einer neuen Gewohnheit pro Monat. Nicht viele kommen mit zwei auf einmal zurecht. Andererseits sind das 12 neue Gewohnheiten in einem Jahr. Die halten dann im besten Fall für Jahre, von daher immer mit der Ruhe.

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