Ergonomie am Arbeitsplatz

Alles eine Frage der richtigen Einstellung

Wer hier meine Dokumentation des Zeitmanagement und Produktivitäts-Trainings mitgelesen hat, weiß ja schon, dass ich mich im Zuge dessen mit dem Thema “Ergonomischer Arbeitsplatz” auseinandergesetzt habe. 
Da hat sich auch schon einiges getan. Wie berichtet arbeite ich nun die meiste Zeit an einem Steharbeitsplatz. Zuerst hatte ich das alles recht provisorisch eingerichtet. Nachdem ich alles eine Weile testen konnte, will ich nun schrittweise die Provisorien durch “echte” Lösungen ersetzen.

Bildschirm auf der richtigen Höhe

Der obere Bildschirmrand sollte ja in etwa knapp unterhalb der Augenhöhe sein bzw. für alle Mathematiker: Die erste zu lesende Zeile 5 Grad unterhalb der Augenhöhe (oder so ähnlich, ich werde noch mal beim Fachmann nachfragen).

Hier die Ergänzung:
In der richtigen Höhe steht der Monitor dann, wenn sich die oberste Zeichenzeile unterhalb der Augenhöhe befindet.
Das entspricht ca. 5° Unterhalb unter der Augenhöhe. Die Blicklinie sollte leicht nach unten und senkrecht auf die Oberfläche fallen.

Der Fachmann für gesundes Sitzen

Apropos Fachmann, den habe ich vor ein paar Tagen durch Zufall gefunden. Der Mann heißt Theodor Kevekordes und hat hier in Würzburg einen tollen Laden. Allerdings nicht in der Innenstadt, sondern im Ortsteil Lengfeld. Alles weitere hier: http://www.wohnen-aktiv.de/

Herr Kevekordes hat mich jedenfalls ausführlich beraten und all die Fragen beantwortet, die mir noch nicht so 100% klar waren. Nebenbei haben wir uns durch etliche, exzellente Stühle ge-test-sitzt (klar gibt’s das Wort!). Gut Sitzen ist ein Erlebnis. 
Ich habe auch schon meine Favoriten, was Sitzgelegenheit für Seminare angeht, aber dazu später mehr.

Die Laptop-Lösung

Also kommen wir mal zur Evolution meines Arbeitsplatzes. 
Um den Bildschirm einigermaßen auf die richtige Höhe zu bekommen, habe ich einfach “was untergelegt”. Sah dann so aus:

bisherige provisorische Lösung

Jetzt habe ich mir das hier zugelegt:


neue Lösung

Lässt sich wunderbar einstellen, verstellen und anpassen. Außerdem hat das Teil ein nettes Schubfach für Stifte, Papier etc. (s. zweites der drei Bilder)

Die Füße sind – wie vielleicht zu erahnen – höhenverstellbar.
Weiteres Plus:  Dadurch das der Laptop so gekippt aufgestellt wird, erreicht er nicht nur die nötige Höhe, sondern das Display selbst ist ein paar Zentimeter näher, als wenn er “aufgebockt” würde.

Das ganze Teil ist aus Kunststoff. Das macht es zumindest leicht. 
Ich habe auch Alternativen aus Holz gesehen, aber die lassen sich nicht verstellen und haben daher meist nur eine Höhe. Das widerspricht dem Gedanken der individuellen Anpassung.

Ok, soweit so gut. Das hat sich denke ich schon mal gelohnt.

Nächste Woche geht es dann um den Untergrund, also der Platz, an dem ich stehe. Um das Stehen für Muskeln und Skelett dynamischer, oder einfach bewegter zu gestalten, hat mir Herr Kevekordes ein sog. Balance-Pad gezeigt.
Ist schon bestellt und ich werde dann bald hier zeigen, wie ich das Teil einsetze.

Übrigens: Wie schon in den anderen Artikeln erwähnt, ist Arbeiten im Stehen nicht die empfohlene Lösung, sondern es sollte ein Ausgleich zum Sitzen sein (hat alles mit den unterschiedlichen Belastungsgraden der Wirbelsäule zu tun). 
Wer also sowieso mehr im Sitzen arbeitet, sollte sich echt einen guten Stuhl gönnen. Ich schreibe “gönnen” und nicht “leisten”, denn ich fand die Stühle, die ich bei meinem Besuch im Ergonomie-Studio getestet habe, einfach paradiesisch: Darauf sitzt man automatisch in einer aufrechten und entspannten Haltung. Das macht echt Laune und lässt auch das Blut besser zirkulieren. Will sagen, alles fließt besser und das ist klasse.

Ich rechne da immer die Stunden, die so eine Anschaffung in Benutzung ist. Das kann im Falle des Stuhls am Arbeitsplatz schnell mehrere Stunden täglich sein, vermutlich an mehr als 300 Tagen im Jahr. Mal nur auf zwei Jahre gerechnet kostet also selbst ein “Top-Stuhl” eine geringe Tagespauschale. 
Noch dazu kommt, dass es sich in dem Fall um einen Nutzen bzw. Wert für das eigene Wohlbefinden und die Gesundheit handelt. Nichts lohnt sich mehr als das!

Falls jemand mit ähnlichen Lösungen experimentiert oder schon Erfahrungen gesammelt hat, schreibt doch etwas über Eure Erfahrungen und Empfehlungen in den Kommentaren.

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